Wolfgang`s Angelseite


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Miese Angelstunden

Angelberichte

Da das Wetter in den letzten Tagen zum Fliegenfischen geeignet war, nahm ich mir 3 bis 4 Stunden um an die Nidda, unserem Vereinsfluss zu gehen.

Ich hatte nur die Halbschuhe mitgenommen, eigentlich wollte ich nur vom Ufer aus Fischen.

Na ja, weil ich die Schuhe an den Füssen hatte, suchte ich mir ein Plätzchen wo ich einigermassen an das Wasser kam und auch noch gut meine Fliege auf das kühle Nass ablegen konnte.

Diese Stelle war schnell gefunden, in der Nähe der 1. Eisenbahnbrücke.

Vorsichtig hangelte ich mich die steile Böschung herunter zum Wasser.

Nach drei, vier Würfen bekam ich Besuch.


Ein junger Mann mit seiner Freundin fragten mich wo es denn die Karten für diesen Flussabschnitt gebe.
Da ich am Wasser nicht so gut die Fragen verstand ging ich die Böschung wieder hoch und hielt ein kleines "Schwätzchen" und beantwortete geduldig die Fragen.

Erklärte das dieser Abschnitt der Nidda vom ASV-Einigkeit 1928 Höchst gepachtet sei.



In dieser Zeit kam nun ein "böser" großer Hund. Er musste partout an dieser Stelle wo ich fischen wollte ins Wasser gehen.
Lief über meine Rute, die ich unten an der Böschung abgelegt hatte, und zog sie halb ins Wasser.

Um Gotteswillen schoss es mir durch den Kopf, gleich schwimmt mein bestes Stück davon. Der blöde Hund hat sich auch noch in der Schnur verfangen, sche.....benkleister.

Dann kam das blöde Vieh wieder aus dem Wasser, kam die Böschung hoch und schüttelte sich vor meinen Beinen.
Da es ein Goldenretriever war, kamen geschätzte 3 Liter Wasser mir zu gute.

Nach dieser erfrischenden Hundedusche wollte ich schnell wieder meine Rute in die Hand bekommen, aber was war da los??

Da die Böschung aus Lehmboden bestand war dieser durch den blöden Hund nass und rutschig geworden.
So kam es wie es kommen musste.

Ausgerutscht, Kopfüber die Böschung runter, die nackten Arme an den Brennnessel gerieben, weil das ja so gut für die Durchblutung ist.

Unten angekommen die rechte Hand und den rechten Fuss gleichzeitig grazil ins Wasser gesteckt, den Kopf ein bisschen gewaschen, wenn ich schon mal im Wasser bin, und der Rute einen saftigen Tritt verpasst, damit diese auch mal Baden geht.

Das war es dann mit dem Fliegenfischen ----- hoffentlich hat mich keiner gesehen, obwohl, für diesen Abgang habe ich glatt 6,0 Punkte verdient.

Fazit dieser Lektion: Rute gerettet, ich kaufe mir keinen Golden Retriever. Und das größte, noch einen Anschiss von der Frau bekommen.

Und wenn ihr jetzt meint das war aber ein schreckliches Angeln.

Dann erzähle ich euch mal was mir am nächsten Abend passiert ist.


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